Baubericht Align T-Rex 600 Nitro Pro mit Gemini-Doppelstromversorgung


Auf dieser Seite möchte ich ein paar Anregungen zur Ausstattung bzw. Ausbau des 3D Hubschraubers T-Rex 600 geben.

  • Modell: Align T-Rex Nitro Pro
  • Motor: OS 50 SX-H Hyper
  • Schalldämpfer: Hatori 522
  • Akkuweiche: PowerBox Gemini (5,9 V für Empfänger, 5,2 V für Kreisel, 8 A Dauerstrom)
  • Empfängerstromversorgung: 2 x FlightPower Hacker EVO20 LiPo Akkus mit jeweils 1200 mAh Kapazität und 7,4 V
  • Servos: 4 x Futaba Digital Brushless BLS 451.
  • Kreisel: Logictech LTG-6100T Gyro mit LTS-6100G Servo
  • Empfänger: Graupner SMC20 DSCAN.
  • Hauptrotorblätter: bisher SF Blades (CFK 12/603 mm) jetzt TorsionBlades (CFK 600mm)
  • Fluggewicht (trocken): 3,2 kg

Diesen Heli haben wir für den Reflex XTR Modellflugsimulator konstruiert. Hier finden Sie mehr Informationen. 




Die komplette Doppelstromversorgung wiegt lediglich 175 Gramm (zwei 1200 mAh Akkus, PowerBox, Ein-/Ausschalter und allen zugehörigen Kabel). Die echte Betriebssicherheit besteht darin, dass In der PowerBox alles doppelt enthalten ist. Sie liefert eine linear stabilisierte Versorgungsspannung von 5,9 Volt an den Empfänger und der Kreisel bekommt 5,3 Volt. Da der maximale Dauerstrom in Höhe von 8 Ampere aus zwei Akkus parallel gezogen wird, kommen die Lipo-Akkus nie an deren Leistungsgrenze und haben deshalb eine hohe Lebenserwartung. Der Strom fließt über zwei 0,34 mm² Kabel mit JR-Stecker zum Empfänger, was bei Hubschraubern aus Sicherheitsgründen Standard sein sollte. Der abgesetzte elektronische Ein-Ausschalter ist aufgrund seiner Bauart prellfrei und zeigt über die superhellen LED's den Zustand beider Akkus an.

Da der T-Rex 600 eigentlich ja ein relativ kleiner Hubschrauber ist, könnte man jetzt meinen, dass hier eine Doppelstromversorgung zu übergewichtig ist. Weit gefehlt! Ein 5-Zelliger NiMH-Akku wiegt schon 154 Gramm. Und dabei fehlen noch das zweite Stromkabel zum Empfänger, die Spannungsreduzierung für den Kreisel, ein Schalter oder eine hochstromfähige Steckverbindung zum Ein-/Ausschalten und die Spannungskontrolle. Beim meinem T-Rex jedenfalls sind die 175 Gramm genau richtig, da so der Schwerpunkt ohne Bleizugabe passt.



Alle Servokabel sind zu deren Schutz mit Flechtschlauch überzogen.


Den elektronischen Schalter der PowerBox Gemini habe ich in dem leeren Servoschacht hinten links montiert. So ist die optische Spannungskontrolle auch während des Fluges gut sichtbar. Damit die Empfindlichkeit des Kreisels im Heading-Lock-Modus höher eingestellt werden kann, habe ich diesen auf einem etwas weicheren Klebepad montiert. Meine Logictech Kreiseleinstellung:

  • Gain: 3D 30%, Normal 40%
  • Limit Set: 89% / 116% (ergibt 102,5% Steuerweg)
  • Flight Mode: 3D
  • Performance: High
  • Smooth Control: 7%
  • Servo Direction: Reverse
  • Servoweg Heckservo: 150% / 150% (Graupner/JR)

Setting:

  • Pitch 3D: -11,5° +11,5°
  • Pitch Normal: -4°+11,5°
  • Pitch Autorotation: -6° +13°
  • Zyklischer Ausschlag: 8°

Zum Schluss noch ein paar Tipps:

  • Das einzige Tuningteil: Es ist sinnvoll, gleich die Align 90er Dämpfergummis zusammen mit der Kunststoffhülse einzubauen. So kann mit dem T-Rex bedenkenlos hartes 3D geflogen werden. Die Kunststoffhülse ist bei den 90er Dämpfergummis mit dabei.
  • Bitte zieht die M3-Schraube zur Hauptrotorwellensicherung (Seite 21) nicht zu fest an, da ansonsten der Freilauf beschädigt wird. Aufgrund der Stoppmutter kann sich diese Schraube nicht verselbständigen.
  • Das Standgas des OS 50 passt in der werksseitigen Voreinstellung und das Vollgas erstmal auf 1,5 Umdrehungen stellen. Nach dem Einlaufen kann die Düsennadel dann auf ca. 1,35 Umdrehungen zugedreht werden (1 Umdrehung + 10 Zacken) (Wildcat 30% Nitro, 23% Öl).
  • Das mitgelieferte Fett solltet Ihr nicht zum einfetten der beiden Freiläufe verwenden. Am Besten eignet sich dafür Titanfett (z.B. von Vario Helicopter). Ansonsten kann es sein, dass die Freiläufe sich schon nach ein paar Flügen festfressen.

Tuning

Nachdem ich den Heli jetzt 9 Monate so geflogen bin, habe ich ein paar Tuningmaßnahmen ergriffen.
Da die Align Aufkleber sich im Flug gerne ablösen, habe ich die Align Paddel einfach mit Schrumpfschlauch überzogen. Gewichtsgleichheit erreicht man am Einfachsten, indem die Länge vor dem Schrumpfen passend geschnitten und per Digitalwaage abgeglichen wird.


Nachdem der Sensor des Logictech Kreisels aufgrund eines Herstellungsfehlers seinen Geist aufgegeben hatte, musste schnellstmöglich Ersatz her: der Spartan ds760 Kreisel zusammen mit dem Futaba BLS251.

Meine Spartan Kreiseleinstellung (Firmware 1.08):

Sender:
  • Gain: 3D High AVCS 33% 3D Soft AVCS 35%, Start AVCS 43% / Rate 25% (Rate zum Anlassen und Drehzahl hochfahren)
  • Dual Rate 85% mit 0% Expo, Dual Rate 100% mit 20% Expo (extra umschaltbar, damit Rotationsraten von 3 U/sec erreicht werden)
  • Servoweg Heckservo: 150% / 150% (Graupner/JR)

Gyro:
  • High endpoint: 104
  • Low endpoint: 98
  • Midpoint trim: 0
  • Servo: Futaba BLS251
  • Type: 760usec/333Hz
  • Speed: 0.06
  • Direction: Normal
  • Rudder stick deadband: 5
  • Rate Rudder exponential: -30
  • AVCS Acceleration profile: Fast
  • AVCS Deceleration profile: Fast
  • Clockwise stop gain: 100
  • Counter clockwise stop gain: 100
  • Rudder exponential: -30
  • Rudder sensitivity: 100



Der Align RCE-G600 sorgt für gleichmäßige Motordrehzahlen, insbesondere wenn der Rotorkopf in Abwärtspassagen entlastet wird. Die Magneten habe ich mit 5 Min. Epoxy auf ein Align Tuning Lüfterrad geklebt. Dieses Lüfterrad hat sich leider nicht bewährt, da es auf Dauer für den 'Engine Fan Mount' (50NB012) zu schwer ist. Nach einem halben Jahr Betriebszeit haben sich beide Innengewinde der dünneren Schrauben vom Aluhalter getrennt. Die beiden dickeren Schrauben hat's dann sauber abgeschert und als Folge das Alu-Lüfterrad bei ca. 14.000 u/min abgesprengt. Die Alu-Halterung ist nur für das wesentlich leichtere Kunststoff-Lüfterrad ausgelegt. Align legt vermutlich auch deshalb beim T-Rex Nitro Super Pro und dem T-Rex 700 Nitro lediglich das Kunststoff-Lüfterrad bei. Nur Schade, dass das Alu-Tuning-Lüfterrad weiterhin verkauft wird. Mir ist auch noch aufgefallen, dass das schrille Kreischgeräusch ebenfalls vom Alu-Lüfterrad kam. Offensichtlich dient das Teil als Klangkörper.

Meine Gasprogrammierung (JR/Graupner):
  • 3D High: 95%
  • 3D Soft: 84%
  • Normal: Aus (Gaskurve)
  • Autorotation: Aus

Eine weitere Optimierungsmöglichkeit ist die Verstärkung der Heckstreben. So werden die Vibrationen des Heckrohrs stark vermindert, was wiederum höhere Kreiselempfindlichkeiten ermöglicht.
Ein Karbonrohr (hier 5mm Außendurchmesser, 0,75mm Wandstärke) wird in der entsprechenden Länge abgesägt, schräg und rund angeschliffen, so dass es sauber zwischen die Heckstreben passt. Dann werden von oben 2,5mm Löcher für die Kabelbinder gebohrt und die Schnittkanten mit dünnflüssigem Sekundenkleber gehärtet.

Zum Schutz gegen Verrutschen können Sie eine Lage Isolierband um die Heckstreben kleben (Schrumpfschlauch geht auch). Die beiden Kabelbinder halten die Abstrebung dauerhaft.

Um die Rotordrehzahl zu reduzieren, hatte ich erst die Maniac Blätter montiert. Damit konnte ich die 3D Drehzahl bei mehr Leistung um ca. 300u/min absenken. Jetzt habe ich auf Torsion Blades gewechselt (600mm, designed by Petr. Novotný). Bei gemessenen 30% weniger Motorkraft habe ich damit gleich viel Leistung, weshalb die Drehzahl bei Extremmanövern viel später einbricht. Gerade beim Fliegen von Mehrzeiten-Tic-Tocs ist das eine willkommene Tuningmaßnahme. Aufgrund der erhöhten Wendigkeit, konnte ich auch noch den zyklischen Ausschlag auf 8° reduzieren, was die Hebelabweichungen bei extremen Servoausschlägen deutlich verringert.

Die originalen Rotorkopf-Kunststoffteile hielten ein Jahr lang mit meinem 3D Freestyle Flugstil mit. Jetzt musste ich aber doch eine kontinuierliche Spurlaufverstellung in der Luft feststellen. Deshalb habe ich die Blatthalter und alle Umlenkhebel gegen die Alu-Tuningteile ausgetauscht. Deshalb würde ich auch das nächste mal gleich den T-Rex 600 Nitro Super Pro kaufen.

© 2007-2010 by Klaus Eiperle, Eiperle CGM