Baubericht Plöchinger Voodoo 700 mit MicroBeast


Auf dieser Seite möchte ich ein paar Anregungen zu Ausstattung und Aufbau des 3D Hubschraubers Voodoo 700 geben. Seit Juni 2013 fliege ich den Voodoo. Den Aufbau habe ich erst strikt nach Anleitung gemacht und dann die unten beschriebenen Änderungen vorgenommen.

Modell: Plöchinger Voodoo 700
Motor: Kontronik PYRO 750-50 (500KV, Motorriemenscheibe 20 Zähne, 6 mm)
Regler: Kontronik Heli Jive 120+ HV (Heli Modus 4)
Notstrom: Elko-Akku (nach der Bauanleitung von Christian Samuelis)
Servos: 3 x Robbe/Futaba BLS 451, 1 x Robbe/Futaba BLS 251 (Digital Servos, Brushless)
Flybarless System: MicroBeast v3
Empfänger: Robbe/Futaba R6208 SB
Hauptrotorblätter: Radix 710 mm V2
Heckrotorblätter: Fun Key 120 mm
Flugakku: 4000 mAh 12S1P 44,4V 40C+/80C 1,36 kg
Fluggewicht (mit 12S 4000 mAh Flugakku): 4,4 kg

Diesen Heli können Sie im neXt CGM rc Heli Flugsimulator auf Windows, Mac OSX oder Linux kostenlos ausprobieren.


Das markante Design der Trainerhaube ist von Sky-Werbetechnik. Es schaut nicht nur besonders rassig aus, es hilft auch bei der Lageerkennung. Die 'Rotor Tech 710 Flybarless' sind auf Pitch vom Ansprechverhalten her zu giftig, was mit dem sehr leichten Heli zu nervösem Pitchverhalten führt. Deshalb habe ich auf die Radix V2 gewechselt.


Das Luftloch verhindert einen Hitzestau unter der Haube. Nach meinem 3D-Flugprogramm kommt der Motor auf 68° und der Regler auf 51° Betriebstemperatur (bei 25° Außentemperatur).



Das ist die Sonntagshaube für meinen Voodoo 700. Design und Ausführung: Sven Zandecki, www.custom-canopy.de


Bei einem härter geflogenen Piro-Tic-Toc ist der Motor auf der rechten Seite (in Flugrichtung gesehen) nach hinten verrutscht. Die originalen Unterlagsscheiben haben sich Ihren Weg durch das Kunstharz gebahnt. Deshalb habe ich 1,5mm dicke Unterlagsscheiben mit 1 cm Durchmesser verwendet. Damit sie nicht so leicht verrutschen, sind sie auf der Unterseite angerauht. Als zusätzliche Sicherheit verhindert die Sperrschraube ein Verrutschen des Motorträgers. Als Servohebel habe ich die 20mm Mikado Hebel verbaut und im Abstand von 17,5mm eingehängt. Die 20mm Hebel haben die Best.Nr 04021. Die Mikado Servohebel mit Bestellnummer 04257 gehen leider nicht, da diese auch am Servogehäuse anschlagen würden.


Hier können Sie die 1,5mm dicke Alu-Unterlagsscheibe erkennen. Das ist die Verrutschsicherung des Motorträgers. An der dem Motorträger zugewandten Seite habe ich ca. 2mm abgeschliffen. Wenn ich mal ein anderes Ritzel montieren möchte, kann hier auch anstelle der Unterlagsscheibe eine größere Aluplatte verschraubt werden.


Die Kabelsicherung ist eine nicht zu dünne Schnur, die durch die Kabel zwischen Signal und Plus Leitung und um das Beast herum verläuft. So können sich die Kabel nicht lösen und es kommt auch nicht vor, dass die Sicherung ein Kabel aufscheuert. Der Elko-Akku lädt sich nach dem Anstecken des Flugakkus auf und gibt bei Totalausfall der Empfängerstromversorgung noch für 45 Sekunden Strom. Das reicht für eine gepflegte Autorotation.


Der Empfänger ist hier ganz gut aufgehoben. Auch hier habe ich die Kabel mit einer Schnur gesichert.


Die Akkukabel werden per Klettband gehalten, damit sie sich während des Flugs nicht ausstecken können.


Die Servokabel sind mit Kabelbindern an dem unteren Domlager gesichert. So wurden die Kabel auch ohne Zugbelastung zuverlässig gesichert.


Die Motorkabel habe ich nicht gekürzt, da es sonst laut Kontronik-Anleitung zum Garantieverlust kommen würde. Die Motorkabel sind mit den Reglerkabeln verdrillt und verlötet.


Hier kann man die Align Kugelköpfe erkennen (Align HN7080). Die sind im Durchmesser und der Gewindelänge identisch. Anstelle der ausladenden Zylinderköpfe befindet sich der Innensechskant im Kugelkopf. So schlägt dieser bei extremen Ausschlägen nicht am Servogehäuse an und man kommt beim MicroBeast auf 12° zyklische Begrenzung bei +/- 12,5° Pitch. Ohne diesen Umbau sind 7° zyklisch das Maximum, das mit Hauptrotorblättern ohne Vorlauf natürlich nicht zum 3D Fliegen ausreicht.


Reglerprogrammierung:

Vor der Programmierung sollte bei Futaba Sendern der Gaskanal invertiert werden. Die Gaskurve stelle ich dann temporär als gerade Linie von links 0% auf rechts 100%. Der Kontronik Heli Jive 120+ HV funktioniert im Modus 4 sehr zuverlässig. Der 'KSA Modus' darf in dieser Kombination nicht aktiviert werden.

Senderprogrammierung:

Das Beast habe ich nach Anleitung eingestellt. Maximalpitch +/-12,5°. Die 6° zur Geometriemessung gebe ich bei positivem Anstellwinkel an. Und wenn der Pitchknüppel in der Mitte (0°) ist, ergibt die zyklische Begrenzung bei maximalem Rollausschlag einen positiven Anstellwinkel von 12°.

Parametermenü Wert Status LED
 A Zyklische Servomittenposition    
 B Steuerverhalten  pro  rot
 C Taumelscheibe - Aufbäumkompensation  mittel  rot
 D Heck - HeadingLock-Anteil  sehr hoch  blau
 E Knüppel -Totzone  2  rot blinkend
 F Heck - Drehmomentvorsteuerung  niedrig - normal  rot blinkend
 G Zyklisches Ansprechverhalten  normal  violett
 H Pitch - Verstärkung (Pitch boost)  aus  violett


Pitchkurve als Kurve für 1750 u/min am Beispiel der Futaba FX30. Die genauen Werte muss aber jeder für sich selbst erfliegen.

Pitchkurve Radix V2, Beast V3
 P 1  -100
 P 4  -47
 P 7  -13
 P 8  -3
 P 9  0
 P 10  +3
 P 11  +13
 P 14  +47
 P 17  +100


Gaskurve (eine gerade horizontale Linie):
Speed: 67% (ca. 1950 u/min)
3D Normal: 60% (ca. 1840 u/min)
3D Soft: 53% (ca. 1750 u/min)

3D Dual Rate Expo
 Roll  115%  -20%
 Nick  115%  -20%
 Heckrotor  100%  -25%
Hartes 3D Dual Rate Expo
 Roll  130%  -25%
 Nick  130%  -25%
 Heckrotor  100%  -25%


Kreisel (Futaba FX30):
Speed: 35%
3D Normal: 40%
3D Soft: 44%

Damit das Heck präziser funktioniert, habe ich am MicroBeast die Heckdynamik (Regler 3) um 45° im Uhrzeigersinn erhöht. Das ist die Hälfte im positiven Bereich. Die Empfindlichkeit der Taumelscheibe und den Direktanteil habe ich auf 0° gesetzt.

 

© 2013 by Klaus Eiperle, Eiperle CGM