Baubericht Align T-Rex 700E mit MicroBeast


Auf dieser Seite möchte ich ein paar Anregungen zu Ausstattung und Aufbau des 3D Hubschraubers Align T-Rex 700E geben. Ab Sommer 2010 habe ich den ersten T-Rex 700E geflogen. Da ich mit der Standhaftigkeit sehr zufrieden war, wurde dieser Heli dann im Winter 2010 zum Kameraheli umgebaut. Hier beschreibe ich den Aufbau meines neuen T-Rex 700E, den ich ohne technische Pannen die ganze Saison 2011 geflogen bin.

Modell: Align T-Rex 700E Super Combo
Motor: Align 700MX Brushless Motor (510KV)
Regler: Kontronik Power Jive 120+ HV (Heli Modus 4 + KSA Modus)
Notstrom: Elko-Akku (nach der Bauanleitung von Christian Samuelis)
Servos: 3 x DS610 Digital Servo, 1 x DS650 Digital Servo
Flybarless System: MicroBeast v3
Empfänger: Robbe/Futaba R6008 HS
Hauptrotorblätter: Align 690D oder Radix SB 690 mm
Heckrotorblätter: EDGE Premium 115mm
Flugakku: 5000 mAh 12S1P 44,4V 30C+/60C 1,649 kg
Fluggewicht (mit 12S 5000 mAh Flugakku): 4,85 kg

Diesen Heli habe ich auch für den Reflex XTR Modellflugsimulator konstruiert. Hier finden Sie mehr Informationen darüber. 
Und für den neXt CGM rc Heli Flugsimulator konnte ich das Modell mit noch besserer Realitätstreue nachbauen.

Der wichtigste Tipp zuerst: Die Schraube, die das Hauptzahnrad mit der Hauptrotorwelle arretiert darf auf keinen Fall fest angezogen werden. Nur soweit eindrehen, bis die Stoppmutter ganz in das Hauptzahnrad eingezogen wurde. Ansonsten wird der Freilauf gequetscht.




Mit dieser Akkuposition ist der Schwerpunkt ohne zusätzliche Gewichte perfekt eingestellt.


Mit dem dritten Domlager von KDE (KDE 700 Triple Bearing Block and Main Shaft Extension) wird die Festigkeit der kompletten Konstruktion deutlich verbessert... mehr ist nicht nötig. Die beiden Servokabel vom Regler (Master und Slave) habe ich auf der rechten Chassis-Innenseite verlegt. Das Servokabel zum Heckservo befindet sich auf der linken Seite.


Hier kann man meine Kabelsicherung sehen. Einfach eine nicht zu dünne Schnur durch die Kabel zwischen Signal und Plus Leitung durchziehen und um das Beast herum binden. So können sich die Kabel nicht lösen und es kommt auch nicht vor, dass die Sicherung ein Kabel aufscheuert.


Der Elko-Akku lädt sich nach dem Anstecken des Flugakkus auf und gibt bei Totalausfall der Empfängerstromversorgung noch für 45 Sekunden Strom. Das reicht für eine gepflegte Autorotation.


Auch am Empfänger habe ich die Kabel mit einer Schnur gesichert. Mit dem Ein-/Ausschalter wird der Elko-Akku vom Empfänger getrennt. Ansonsten würde der Regler beim nächsten Einschalten eine Unterspannungswarnung bringen. Die Empfangsantennen werden durch die Bowdenzugröhrchen zuverlässig in ihrer Position gehalten. Die Röhrchen habe ich an den Schnittkanten von innen entgratet. Die blanken Antennenteile sollten wo weit wie möglich vom Karbon Chassis entfernt sein und im 90° Winkel zueinander stehen. Damit der LiPo im Flug nicht hin und her schlägt, spanne ich links und rechts zwischen dem Akku und den Seitenplatten Schaumstoffstreifen ein. Der Akkuwechsel erfolgt immer mit montierter Haube.


Damit die Heckanlenkungsführungen nicht rutschen habe ich 1,5 Lagen Tesa um das Heckrohr geklebt. Eingespannte Kabelbinder (wie in der Anleitung beschrieben) gefallen mir nicht so.


Das Anschließen der Motorkabel kann ganz schön knifflig sein. Um die Kabel dabei zu schützen, habe ich auf eine Spitzzange dicken Schrumpfschlauch gesteckt und wie im Bild zu sehen auf der Motorseite beim Zusammenstecken gehalten. Es ist wichtig, dass die empfindlichen Motorkabel nicht belastet oder allzu oft verbogen werden.


Die drei Kabel sind im Bereich des Nickservos übereinander angeordnet. So kommen sie dem Nickgestänge nicht in die Quere. Die Pfeile zeigen auf die beiden Kabelbinder.


Die Motorkabel liegen in einer Schlaufe unter der Regler-Befestigungsplatte. Hier sieht man auch den hinteren Kabelbinder.


Die Akkukabel werden links und rechts am Chassis mit Klettbändern gehalten. Die Kabel dürfen die scharfen Carbonkanten nicht berühren. Die 6mm Goldkontaktstecker (keine Büschelstecker) behindern den Stromfluss nicht. An der Minus-Leitung des Reglers ist ein Anti-Blitz Widerstand (5 bis 6 Ohm Widerstand, 0.5 bis 1 Watt Leistung) angelötet. Beim Einstecken streife ich erst am Widerstand vorbei, bevor ich den Stecker zügig einstecke. Wenn man genau hinschaut, sieht man den 5mm dicken weißen Kunststoffstreifen unter dem hinteren Kufenbügel. Er sorgt dafür, dass der Heckrotor ca. 2,5 cm mehr Bodenfreiheit hat.


Der Schaumstoffstreifen vorne am LiPo ist eine Art Abstandshalter damit der Schwerpunkt zuverlässig eingestellt wird.

Reglerprogrammierung:

Vor der Programmierung sollte bei Futaba Sendern der Gaskanal invertiert werden. Die Gaskurve stelle ich dann temporär als gerade Linie von links 0% auf rechts 100%. Der Kontronik Power Jive 120+ HV funktioniert mit dem Align Motor sehr zuverlässig, wenn man erst den 'Helikopter 1' (Modus 4) programmiert und dann noch den 'KSA' (Modus 10) aktiviert.


Senderprogrammierung:

Das Beast habe ich nach Anleitung eingestellt. Maximalpitch +/-14°. Die 6° zur Geometriemessung gebe ich bei positivem Anstellwinkel an. Und wenn der Pitchknüppel in der Mitte (0°) ist ergibt die zyklische Begrenzung bei maximalem Rollausschlag einen positiven Anstellwinkel von 11°.

Parametermenü Wert Status LED
 A Zyklische Servomittenposition    
 B Steuerverhalten  eigenes  rot
 C Taumelscheibe - Aufbäumkompensation  mittel  rot
 D Heck - HeadingLock-Anteil  hoch  blau blinkend
 E Knüppel -Totzone  2  rot blinkend
 F Heck - Drehmomentvorsteuerung  niedrig - invertiert  blau blinkend
 G Zyklisches Ansprechverhalten  normal  violett
 H Pitch - Verstärkung (Pitch boost)  aus  violett


Pitchkurve als Kurve für 1900 u/min am Beispiel der Futaba FX30. Um die Auswirkungen der Blätter und Software im Beast zu verdeutlichen, habe ich auch das Setup für die V2 Software mit den Align 690D Blättern mit angegeben. Das ist eine gute Ausgangsbasis, die genauen Werte muss aber jeder für sich selbst erfliegen.

Pitchkurve Radix SB, Beast V3 Align 690D, Beast V2 Autorotation (wie 3D)
 P 1  -100  -100  -100
 P 2    -70  
 P 4  -47  -44,5  -47
 P 7  -12  -16,5  -12
 P 8  -3.5  -4,5  -3.5
 P 9  0  0  0
 P 10  +3.5  +4,5  +3.5
 P 11  +12  +16,5  +12
 P 14  +47  +44,5  +47
 P 16    +70  
 P 17  +100  +100  +100


Gaskurve (eine gerade horizontale Linie):
Speed: 77% (ca. 2100 u/min)
3D High: 67% (ca. 2000 u/min)
3D Soft: 60% (ca. 1900 u/min)

3D Dual Rate Expo
 Roll  105%  -25%
 Nick  105%  -25%
 Heckrotor  100%  -25%
Hartes 3D Dual Rate Expo
 Roll  115%  -25%
 Nick  115%  -25%
 Heckrotor  100%  -25%

 

© 2010-2011 by Klaus Eiperle, Eiperle CGM